Übergangsjacken für Männer mit Format: Der Sommer-Guide
Moin Leute, der August ist in voller Gange, und ich steh heute Morgen um halb sechs draußen vor der Dienststelle vom DRK und friere mir den Arsch ab. Vor zwei Wochen hätte ich im T-Shirt dagestanden, aber irgendwann hat der Sommerwind gedreht. Die Nächte werden spürbar frischer, morgens liegt Feuchtigkeit in der Luft, und mittags knallt dann doch noch mal die Sonne rein. Genau diese Zeit im Spätsommer ist Kacke, wenn du ne Jacke suchst. Im Hochsommer reicht ne kurze Hose, wenn’s richtig kalt wird nimmst du was Dickeres, aber dazwischen? Da wird’s kompliziert.
Ich bin 1,80 groß und hatte vor knapp zwei Jahren gut 220 Kilo auf der Waage. Seit der Magen-OP sind 62 Kilo runter, und ne ehrliche Ansage: Ohne die OP wär ich heute nicht da, wo ich bin. Klar, ich hab auch was gemacht — spazieren, Fahrrad fahren, schwimmen. Aber das alleine hätte niemals gereicht. Der eigentliche Wendepunkt war der Eingriff. Aber auch mit 158 auf der Waage bin ich nicht plötzlich zum Wespentaille-Typ geworden. Breite Schultern, kräftiger Oberkörper, und der Bauch ist zwar kleiner, aber verschwunden ist er nicht. Ich bin was man nennt: n Mann mit Format. Und genau für die Typen wie mich wird die Jackenfrage im Spätsommer zur Geduldsprobe.
Diesen Artikel schreibe ich, weil ich im letzten August drei Jacken bestellt und alle wieder zurückgeschickt habe. Zu eng an den Schultern, zu kurz am Rücken, oder der Reißverschluss ging nicht zu, weil der Bauch dazwischenkam. Ich hab dann in ner alten Fleece-Weste rumgelaufen, bis es richtig kalt wurde und ich sowieso was Dickeres brauchte. Das will ich euch ersparen. Hier kommt mein Sommer-Guide für Übergangsjacken — sechs Modelle, die ich mir angesehen habe, mit echten Größen, echten Preisen und der Frage: Passt das Ding auch an ne kräftige Statur?
Das Übergangsjacken-Problem für Männer mit Format
Fangen wir mit dem Grundproblem an. Übergangsjacken sind für Normalgewichte gebaut. Zumindest die meisten. Du gehst in ne Boutique am Eck oder scrollst durch Amazon, und was du siehst, sind schlanke Models in Größe M, die in diesen Dingern aussehen wie Hemd im Knopfloch. Bei uns sieht das anders aus. Ich hab Brustumfang 130, Schulterbreite 54, und wenn ne Jacke bis 2XL geht, ist das bei den meisten Marken eher ne L mit Wohlgefühl. Die Größenangaben sind nett gemeint, aber sie sagen nichts darüber aus, wo die Jacke wirklich eng wird.
Die erste Problemzone sind die Schultern. Ich hab nun mal breite Schultern, und die verschwinden nicht, nur weil die Zahl auf der Waage kleiner wird. Wenn ne Jacke an den Schultern spannt, hilft auch der großzügigste Bauchzuschnitt nichts — du fühlst dich ein wie in ne Zwangsjacke. Zweite Zone: der Oberkörper, also die Brust und der Bereich direkt darunter. Da schneiden Softshells gerne ein, weil sie atmungsaktiv sein wollen und deshalb eng anliegen. Dritte Zone: der Bauch. Und da wird’s dann politisch. Viele Jacken haben ne Taillenengung, die für schlanke Typen gedacht ist — die betont die Taille, was gut aussieht, wenn du welche hast. Bei uns betont sie den Bauch, und das willst du nicht.
Was dazukommt: Das Wetter im August ist unberechenbar. Morgens frisch, mittags warm, abends regnet’s. Wenn du morgens mit dickem Pulli unter der Jacke rausgehst, schwitzt du dir mittags die Kacke aus. Wenn du nur T-Shirt drunterträgst, frisst du abends ein. Die Lösung ist das Schichten-Prinzip, das Layering. Du brauchst ne Jacke, die großzügig genug ist, dass du im Spätsommer noch nen Fleece oder n Sweatshirt drunterkriegst, aber nicht so riesig, dass du im T-Shirt drin rutschen wie im Schlafsack. Das ist die eigentliche Herausforderung.
Was eine gute Übergangsjacke können muss
Ich mach das mal konkret, weil wir hier nicht bei Wunschdenken sind. Eine gute Übergangsjacke für Männer mit Format muss drei Dinge: Erstens, sie muss am Oberkörper Platz haben. Keine Ahnung, wie oft ich gelesen hab: „Regular Fit“ — und dann spannt es an den Schultern wie nix. Zweitens, sie muss wind- und Wasserabweisend sein. Wenn du morgens vom Parkplatz zur Dienststelle gehst und es regnet, willst du nicht am ersten Tag durchnässt ankommen. Drittens, sie muss atmungsaktiv sein. Sonst ist das Ding ne Sauna — du steigst in den Bus, die Jacke zu, und du stehst da wie n Pudding.
Dann gibt’s noch das Thema Wasserabweisend versus Wasserdicht. Das ist nicht dasselbe, und das ist einer der häufigsten Irrtümer. Wasserabweisend bedeutet: Die Jacke hält leichten Regen und Spritzwasser ab, aber bei richtigem Wolkenbruch geht das Wasser durch. Wasserdicht bedeutet: Du kannst im Sturm stehen und kommst trocken raus. Der Haken: Wasserdichte Jacken sind oft weniger atmungsaktiv, weil die Beschichtung, die das Wasser draußen hält, auch den Schweiß drinnen behält. Das ist kein Fehler, das ist Physik. Wer beim Radfahren oder längerem Gehen unterwegs ist, braucht Atmungsaktivität. Wer nur vom Auto zur Tür rennt, kann mit Wasserabweisung leben.
Und dann der Schnitt. Hier wird’s für uns Männer mit Format relevant. Ich achte beim Kauf auf drei Details: Die Achselhöhe — wenn die Jacke hier eng ist, kannst du die Arme nicht heben, ohne dass der ganze Saum hochrutscht. Die Rückenpartie — bei mir ist der Rücken lang, und viele Jacken sind am Rücken zu kurz, dann blättert unten die Lücke auf, wenn ich mich bücke. Und der Taillenbund — ob elastisch oder verstellbar, Hauptsache, er schneidet nicht ein, wenn ich mich hinsetze. Ich sitze viel am Schreibtisch, und wenn die Jacke am Bauch drückt, ist der Tag gelaufen.
Dann kommt die Frage nach dem Design. Ich bin 47 und will nicht aussehen wie n Teenager. Keine Aufdrucke, keine bunten Akzente, keine verspielten Taschen. Schwarz, Navy, Oliv — das sind die Farben, die bei uns laufen. Schlichte Linien, klare Form, und der Stoff soll fest genug sein, dass die Jacke nicht an jedem Zipper flattert. Maskulin heißt für mich: zurückhaltend, funktional, ohne Verspieltheit. Genau das suchen wir hier.
Die Jacken im Detail
Jetzt wird’s konkret. Ich hab mir sechs Übergangsjacken angesehen, die alle für kräftige Männer relevant sind. Die Unterschiede sind gravierend — von der günstigen No-Name-Jacke bis zum großen Übergrößen-Spezialisten ist alles dabei.
33,000ft Herren Regenjacke — die bezahlbare Softshell
Die 33,000ft Softshelljacke geht bis 4XL, und die Maße stimmen: Bei 4XL hast du Brustumfang 152 cm und Schulterbreite 62 cm. Das ist für kräftige Männer mit breitem Oberkörper ausreichend Platz. Sie ist wasserabweisend und winddicht, und sie ist leicht genug, dass du sie im August und September ohne zu schwitzen tragen kannst. Der Preis ist fair, und sie ist eine echte Softshelljacke, nicht nur ne Regenfolie.
Was nervt: Der Armlängen-Sprung von L zu XL ist nicht proportional — bei sehr breiten Schultern kann das komisch aussehen. Das Material ist dünn, und wenn der Sommerwind kühler wird, reicht sie allein nicht. Dann musst du Fleece oder Sweatshirt drunterziehen. Wer abends mehr Wärme braucht, kommt hier an die Grenze.
Die 33,000ft ist mein Tipp, wenn du ne bezahlbare Softshell suchst, die bis 4XL sauber passt. Du musst nur wissen, dass sie eher für kühle Sommerabende als für die kalte Jahreszeit gedacht ist.
33,000ft Herren Regenjacke Leichte Softshelljacke
Wasserabweisende und winddichte Softshelljacke bis 4XL — bei 4XL Brustumfang 152 cm und Schulterbreite 62 cm. Leicht genug für kühle Sommerabende. Pro: Atmungsaktiv, faire Preis-Leistung. Contra: Dünnes Material, bei kühlerem Sommerwind braucht's ne Schicht drunter.
ab 50,99 €* Zum Produkt bei Amazon *JP 1880 Herren Softshelljacke — der Übergrößen-Spezialist
JP 1880 ist ne Marke, die explizit für kräftige Männer baut. Die Softshelljacke geht bis 8XL, ist wind- und wasserabweisend und atmungsaktiv. Der Schnitt ist großzügig, ohne einzuschneiden, und du hast Bewegungsfreiheit in den Schultern. Das ist die Jacke, wenn du wirklich große Größen brauchst und mit 4XL am Ende bist.
Sie ist teurer als die No-Name-Alternativen. Der Schnitt ist lang — bei extrem breiten Schultern mit kurzem Oberkörper kann sie dir bis über die Oberschenkel gehen. Vor dem Kauf solltest du die Maße checken, sonst bestellst du dir ne Jacke, die an dir runterhängt wie ein Umhang.
Die JP 1880 ist die Investition für alle, die jenseits von 4XL suchen. Wenn 5XL, 6XL oder 8XL dein Thema ist, kommst du an der nicht vorbei. Ich hab mich da selbst noch nicht reingedrückt, aber die Reviews und die Maße sprechen für sich.
JP 1880 Herren Softshelljacke (bis 8XL)
Wind- und wasserabweisende Softshelljacke bis 8XL, speziell für kräftige Männer. Großzügiger Schnitt ohne Einschneiden. Pro: Echte Übergrößen-Marke, atmungsaktiv. Contra: Teurer als No-Name, Schnitt kann lang ausfallen — Maße checken.
ab 119,99 €* Zum Produkt bei Amazon *ADAMO Übergrößen Regenjacke — bis 14XL
ADAMO wirbt selbst mit „Für starke Typen“, und das meinen die ernst. Die Jacke geht bis 14XL, hat nen lockeren Schnitt, der auch bei starkem Bauch nicht einschneidet, ist OEKO-TEX-zertifiziert, winddicht und atmungsaktiv. Das Design ist schlicht und maskulin, ohne verspielte Details. Genau mein Geschmack.
Das Material ist eher dünn und rein auf Regen und Wind ausgelegt. Wärmen tut sie an kühleren Sommerabenden nicht ohne zusätzliche Schicht darunter. In den größten Größen ist die Farbauswahl manchmal eingeschränkt — wer 12XL in Oliv will, muss ab und zu auf Schwarz ausweichen.
ADAMO ist die Spezialistin für echte Übergrößen. Wenn du jenseits von 6XL suchst und in normalen Shops nix findest, ist das deine Marke. Die Jacke selbst ist eher ne Regen- als ne Wärmejacke, aber für den Zweck, für den sie gebaut ist, taugt sie.
ADAMO Übergrößen Herren Regenjacke 2XL–14XL
Regenjacke bis 14XL, OEKO-TEX-zertifiziert, winddicht und atmungsaktiv. Lockerer Schnitt ohne Einschneiden am Bauch. Pro: Schlichtes maskulines Design, echte Übergrößen. Contra: Dünnes Material, Farbauswahl in größten Größen eingeschränkt.
ab 69,95 €* Zum Produkt bei Amazon *Höhenhorn Rigi Regenjacke — der Preis-Leistungs-Tipp
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und über 9.000 Bewertungen mit 4,3 Sternen. Diese Review-Masse spricht für sich — so viele Leute können sich nicht alle irren. Die Jacke ist atmungsaktiv und wetterfest, und das Design ist klassisch schlicht. Erhältlich in vielen Farben.
Die größte Standard-Größe ist 3XL. Wenn du 4XL oder größer brauchst, ist Schluss — dann musst du zur ADAMO oder JP 1880 greifen. Für sehr kräftige Männer reicht die Höhenhorn einfach nicht.
Die Höhenhorn Rigi ist mein Preis-Leistungs-Tipp, wenn du bis 3XL reinpasst. 39,99 Euro für ne verlässliche Regenjacke mit 9.000 Reviews ist nen gutes Geschäft. Aber das Größenende bei 3XL ist die Grenze.
Höhenhorn Rigi Regenjacke für Herren
Atmungsaktive und wetterfeste Regenjacke, 9.000+ Bewertungen mit 4,3 Sternen. Klassisch schlichtes Design, viele Farben. Pro: Top Preis-Leistungs-Verhältnis. Contra: Nur bis 3XL — für sehr kräftige Männer reicht es nicht.
ab 39,99 €* Zum Produkt bei Amazon *Brandit M65 Classic Jacket — der Klassiker
Der M65 ist ein Klassiker, und die Brandit-Version geht bis 7XL. Der Schnitt ist von Natur aus weiter und lockerer, ideal für kräftige Oberkörper. Die herausnehmbare Innenweste macht die Jacke zur echten Übergangsjacke — mit Weste wärmer, ohne Weste leichter. Über 10.000 Bewertungen und 4,2 Sterne sprechen eine klare Sprache.
Sie ist keine echte Regenjacke. Das Material ist nur wind- und wasserabweisend, nicht wasserdicht. Bei starkem Regen durchschlägt es. Für den klassischen Sommerschauer reicht es, für den Wolkenbruch nicht.
Die Brandit M65 ist mein Lieblings-Feldjacken-Typ. Ich mag das schlichte maskuline Design, und die Innenweste ist praktisch. Wenn du nicht vor hast, im Sturm stundenlang draußen zu stehen, ist das ne echte Option für kühle Sommerabende.
Brandit M65 Classic Jacket (S bis 7XL)
Klassische Field Jacket bis 7XL mit herausnehmbarer Innenweste. Weiter, lockerer Schnitt — ideal für kräftige Oberkörper. 10.000+ Bewertungen, 4,2 Sterne. Pro: Schlicht-maskulin, vielseitig. Contra: Nur wasserabweisend, nicht wasserdicht — bei Starkregen durchschlägt es.
ab 59,00 €* Zum Produkt bei Amazon *Regatta Stormbreak — die Budget-Lösung
Das ist die preiswerteste Option im Vergleich. 28 Euro für ne wasserdichte Jacke mit Hydrafort-Gewebe und versiegelten Nähten — da kannste nicht viel falsch machen. Die Stormbreak geht bis 4XL, und der Schnitt ist klassisch und unkompliziert, nicht eng anliegend.
4XL ist die Grenze — wer drüber hinaus braucht, geht leer aus. Die Jacke ist nicht sonderlich atmungsaktiv. Wenn du länger trägst, staut sich Schweiß. Das ist eher Basic-Qualität, für sportliche Aktivitäten ist sie nicht gedacht.
Die Regatta Stormbreak ist die Budget-Lösung. Wenn du einfach nur ne Jacke willst, die billig ist und bei Regen dicht hält, nimm die. Mehr ist er nicht — aber für 28 Euro ist das nicht mal ne Anschuldigung.
Regatta Stormbreak Wasserdichte Jacke mit Kapuze
Wasserdichte Jacke mit Hydrafort-Gewebe und versiegelten Nähten, bis 4XL. Klassischer, unkomplizierter Schnitt. Pro: Günstigste Option, dicht bei Regen. Contra: Nich atmungsaktiv, nur bis 4XL, Basic-Qualität.
ab 28,00 €* Zum Produkt bei Amazon *Vergleichstabelle
Übergangsjacken für Männer mit Format im Vergleich
| # | Bild | Produkt | Pro | Contra | Preis | Link |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | 33,000ft Softshelljacke | + Bis 4XL, wasserdicht, atmungsaktiv, leicht | – Dünnes Material, Armlängen-Sprung komisch | ab 50,99 €* | Ansehen * |
| 2 | ![]() | JP 1880 Softshelljacke | + Bis 8XL, Übergrößen-Spezialist, atmungsaktiv | – Teuer, Schnitt kann lang ausfallen | ab 119,99 €* | Ansehen * |
| 3 | ![]() | ADAMO Übergrößen Regenjacke | + Bis 14XL, OEKO-TEX, winddicht | – Dünnes Material, Farbauswahl eingeschränkt | ab 69,95 €* | Ansehen * |
| 4 | ![]() | Höhenhorn Rigi Regenjacke | + Bis 3XL, 9.000+ Reviews, 4,3 Sterne | – Nur bis 3XL, für sehr Kräftige zu klein | ab 39,99 €* | Ansehen * |
| 5 | ![]() | Brandit M65 Classic | + Bis 7XL, Innenweste, klassisch | – Nich wasserdicht, nur abweisend | ab 59,00 €* | Ansehen * |
| 6 | ![]() | Regatta Stormbreak | + Bis 4XL, wasserdicht, versiegelte Nähte | – Nich atmungsaktiv, Basic-Qualität | ab 28,00 €* | Ansehen * |
Kaufberatung
Jetzt der Teil, wo ich euch sage, welche Jacke ihr nehmen sollt. Vorab: Ich kenne eure Maße nicht, und ich kenne euren Geldbeutel nicht. Was ich kenne, ist die Größenfrage und die Praxis, weil ich selbst in diesem Körper rumlaufe. Hier sind die Entscheidungen, die ihr treffen müsst.
Die Größenfrage zuerst. Wenn du bis 3XL reinpasst, ist die Höhenhorn Rigi für 39,99 Euro dein bestes Preis-Leistungs-Verhältnis. 9.000 Reviews lügen nicht, und für den Preis kriegst du ne verlässliche Regenjacke, die atmungsaktiv ist. Wenn du 4XL brauchst, wird’s spannend. Da geht die Regatta Stormbreak für 28 Euro als günstigste Option, die 33,000ft Softshell für 50,99 Euro als die qualitativ bessere. Beide gehen bis 4XL, aber die 33,000ft ist atmungsaktiv und hat ne bessere Softshell-Haptik. Wer 5XL oder mehr braucht, muss zur JP 1880 (bis 8XL) oder zur ADAMO (bis 14XL) greifen. Da gibt’s nicht viel Auswahl — das ist der Markt.
Der Einsatzzweck. Was machst du mit der Jacke? Wenn du morgens kurz vom Auto zur Dienststelle rennst und abends wieder zurück, reicht die Regatta Stormbreak. Wenn du beim DRK-Einsatz draußen stehst, Rad fährst oder länger unterwegs bist, brauchst du Atmungsaktivität — dann nimm die 33,000ft oder die JP 1880. Die ADAMO ist was für starke Typen, die richtig große Größen brauchen und gleichzeitig Wert auf n sauberen Look legen. Die Höhenhorn ist der Allrounder, solange du bis 3XL reinpasst. Die Brandit M65 ist der Klassiker für alle, die es sportlich-maskulin mögen und nicht zwingend ne echte Regenjacke brauchen.
Das Schichten-Prinzip. Ich trag im Spätsommer meistens ne Fleecejacke unter der Übergangsjacke. Morgens frisch, mittags zieh ich die Fleece aus und trag die Softshell allein, abends wieder rein. Das bedeutet: Die Übergangsjacke muss großzügig genug sein, dass du nen Pulli drunterkriegst, aber nicht so riesig, dass du allein drin rutschen wie im Schlafsack. Die JP 1880 ist da großzügig, die 33,000ft auch. Die Höhenhorn fällt eher körpernah aus — die musst du eine Nummer größer nehmen, wenn du was drunterziehen willst.
Wasserdicht oder nur abweisend? Das ist die Frage, die du dir vorher beantworten musst. Wenn du in ner Gegend lebst, wo es viel regnet, und du wirklich draußen bist, brauchst du wasserdicht. Dann nimm die Regatta Stormbreak (versiegelte Nähte, Hydrafort-Gewebe) oder die 33,000ft Softshelljacke. Wenn du im Auto sitzt und die Jacke nur für den kurzen Weg von Tür zu Tür brauchst, reicht wasserabweisend. Dann ist die Höhenhorn oder die Brandit M65 auch okay. Die Brandit M65 ist ausdrücklich nur wind- und wasserabweisend — die durchschlägt bei starkem Regen. Wenn du das weißt, ist sie ne gute Wahl.
Der Schnitt und die Problemzonen. Bei uns Männern mit Format sind die Schultern die erste Grenze. Ich mess mich immer nach: Schulterbreite plus 4 cm Luft für ne Lage Fleece darunter. Wenn die Jacke diese Maße in der Größentabelle hergibt, passt sie. Die 33,000ft gibt die Maße für 4XL mit 62 cm Schulterbreite an — das ist ordentlich. Die JP 1880 und ADAMO haben großzügige Schnitte, die im Bauchbereich nichts einschneiden. Die Höhenhorn und Regatta fallen eher normal aus — da musst du bei breitem Bauch aufpassen.
Das Design. Ich persönlich hasse Jacken mit großen Logos, bunten Streifen oder verspielten Taschen. Schwarz, Navy, Oliv — das sind die Farben, die bei Männern mit Format laufen. Die Brandit M65 in Oliv ist so ne Sache für sich: klassisch, schlicht, und sie sieht an kräftigen Typen gut aus. Die JP 1880 und die ADAMO sind beide in gedeckten Farben erhältlich. Die Höhenhorn hat die größte Farbauswahl im Vergleich — da kannst du auch mal was anderes als Schwarz nehmen.
Mein persönlicher Tipp
Ich geb euch mal ne klare Empfehlung, weil ich weiß, wie anstrengend es ist, sich durch 40 Jacken zu wühlen. Wenn du mich fragst, welche Jacke ich selbst für diesen Spätsommer nehmen würde: Die 33,000ft Softshelljacke in 4XL. Die passt bei meinen Maßen, sie ist wasserabweisend, und sie kostet 50,99 Euro — nicht zu teuer, nicht zu billig. Wenn ich was drunterziehe, reicht sie bis in den September. Wenn ich dann weiter brauche, kommt was Dickeres.
Für alle, die jenseits von 4XL suchen, ist die ADAMO in 6XL oder 8XL die ehrlichere Wahl. Die JP 1880 ist qualitativ hochwertiger, aber mit 119,99 Euro auch spürbar teurer. Wenn Geld ne Rolle spielt, nimm die ADAMO. Wenn du auf Qualität stehst und das Budget hergibt, nimm die JP 1880. So einfach ist es.
Die Höhenhorn Rigi empfehle ich allen, die bis 3XL reinpassen und einfach ne verlässliche Jacke für wenig Geld suchen. 39,99 Euro und 9.000 Bewertungen — da machste nichts falsch. Die Regatta Stormbreak ist die Notlösung für 28 Euro, wenn du einfach nur was zum Überziehen brauchst. Die Brandit M65 ist was für Typen, die den klassischen Field-Jacket-Look mögen und wissen, dass sie keine echte Regenjacke kriegen.
Fazit
Moin, lassen wir das zusammenfassen. Übergangsjacken für Männer mit Format sind kein Luxus, sondern ne Notwendigkeit. Wenn du breite Schultern hast, n kräftigen Oberkörper und vielleicht noch was Bauch dazu, kannst du nicht einfach die erstbeste Jacke in L nehmen. Du musst wissen, wo deine Problemzonen sind, und du musst die Größentabellen der Marken lesen. Genau da scheitern die meisten.
Die sechs Jacken, die ich hier vorgestellt habe, decken verschiedene Bedürfnisse ab. Die 33,000ft ist mein Favorit für den Standard-Anwendungsfall bis 4XL — gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, atmungsaktiv, wasserabweisend. Die JP 1880 und die ADAMO sind die Spezialisten für echte Übergrößen, wobei die ADAMO bis 14XL geht und damit in ne Liga spielt, in der fast niemand anderes mithält. Die Höhenhorn Rigi ist der Preis-Leistungs-Tipp bis 3XL. Die Regatta Stormbreak ist die Budget-Lösung, wenn du einfach nur billig und dicht brauchst. Und die Brandit M65 ist der Klassiker für alle, die auf den Field-Jacket-Look stehen und mit Wasserabweisung leben können.
Mein Rat: Mess dich selbst, bevor du bestellst. Brustumfang, Schulterbreite, Rückenlänge. Und dann lies die Größentabellen der Hersteller. Bei uns Männern mit Format ist die Hälfte der Rücksendungen vermeidbar, wenn man vorher weiß, was man braucht. Ich hab das im letzten August auf die harte Tour gelernt — drei Jacken bestellt, drei zurückgeschickt, weil ich zu faul war zum Messen. Mach den Fehler nicht auch.
Und wenn du das hier liest und denkst, das ist alles zu kompliziert: Ist es nicht. Es ist nur die Erkenntnis, dass Standardgrößen für Standardtypen gemacht sind, und wir keine Standardtypen sind. Das ist okay. Wir müssen nur wissen, wo wir suchen.
Ich wünsch euch nen trockenen Spätsommer und ne Jacke, die passt. Und wenn’s regnet: Kapuze rauf, Kinn runter, weitergehen.
