Schals und Halstücher für kräftige Männer – lang, breit und kratzfrei durch den Winter

Moin Leute,

gestern Morgen stand ich am Fenster, drauhen zog der Wind über die Küste, und ich hab mir erstmal meinen alten Schal geschnappt. Du kennst das: der erste richtige Herbsttag, an dem der Hals nicht mehr mitspielt. Ich zieh den Schal aus dem Schrank, schlinge ihn einmal um den Hals — und die Enden baumeln mir vorne rum wie zwei traurige Würste. Einmal gewickelt, fertig. Zweimal? Vergiss es. Da ist nichts mehr dran zu wickeln, der Stoff reicht nicht mal bis ans Brustbein, und der Wind grinst mich von der Seite an, genau da, wo der Hals offen bleibt.

Ich stand da, mit 158 Kilo auf der Waage und einem Schal, der für jemanden gebaut ist, der aussieht wie ein Taschenbuch. Nicht für jemanden mit meinem Halsumfang. Nicht für jemanden, der mal 220 Kilo gewogen hat und dessen Hals sich an den Namen „Flaschenhals“ nie gehalten hat. Und da dachte ich mir: Es muss doch möglich sein, einen Schal zu finden, der nicht nach fünf Minuten vorne aufklafft oder mir das Kinn abschabt wie Schmirgelpapier.

Deshalb schreib ich euch das hier. Weil ich die letzten Wochen genau dieses Thema durchgemacht habe — Schal probieren, Schal zurückschicken, Schal behalten, Schal verschenken. Und weil ich glaube, dass viele von euch genau dasselbe kennen. Du bist nicht allein damit. Und nein, du bist nicht das Problem. Der Schal ist es.

Warum Schals für kräftige Männer ein eigenes Thema sind

Schal ist Schal, denkst du dir vielleicht. Stoff um den Hals, fertig. Aber mal ehrlich: Wenn du einen kräftigen Hals hast, einen dickeren Nacken, breite Schultern — dann ist der Standard-Schal aus dem Kaufhaus wie ein Kinderfahrrad für einen Erwachsenen. Optisch okay, praktisch eine Katastrophe.

Das erste Problem ist die Länge. Die meisten Schals, die du so im Regal findest, liegen irgendwo zwischen 140 und 160 cm. Das klingt erstmal nach was, bis du ihn einmal um den Hals legst und merkst: einmal wickeln geht, zweimal wickeln geht nicht. Und einmal wickeln heißt bei mir: Der Schal liegt lose dran, der Wind pustet einmal kräftig, und alles ist wieder offen. Zweimal wickeln — das ist der Punkt, an dem ein Schal überhaupt warm wird. Ab 180 cm Länge wird es ernst. Ab 200 cm fängt es an, entspannt zu werden.

Das zweite Problem ist die Breite. Ein schmaler Schal, so 20 cm, der bedeckt meinen Hals vielleicht. Aber Hals und Schulterpartie? Vergiss es. Wenn du kräftig gebaut bist, brauchst du Stoff, der auch was abdeckt. Ab 25 cm Breite wird es brauchbar, ab 30 cm richtig gut, und wer richtig viel Schulter hat, der freut sich über 35 oder 50 cm Breite. Da kann sich der Schal auch mal um die Schultern legen, nicht nur wie ein Strick um den Hals hängen.

Das dritte Problem ist das Material. Schurwolle klingt schön rustikal, bis sie am Kinn brennt. Ich hatte mal so nen klassischen Wollschal, schön kariert, schön traditionell — und nach zehn Minuten am Hals fühlte sich das an, als hätte jemand Nessel draufgelegt. Rotes Kinn, kratzige Haut, und das Gefühl, man muss den Schal eigentlich sofort wieder abnehmen. Schurwolle ist nicht gleich Schurwolle. Merinowolle kratzt deutlich weniger, Kaschmir kratzt fast gar nicht, und dann gibt es noch so synthetiche Sachen wie Cashmink, die softer sind als alles, was Natur je hinbekommt. Material entscheidet. Nicht die Farbe, nicht das Muster. Das Material.

Und das vierte Problem ist der Hals selbst. Wenn dein Halsumfang mehr ist als „Standard“, dann ist der Standard-Schal einfach nicht für dich gemacht. Das ist keine Kritik an dir. Das ist eine Kritik an einem Sortiment, das jahrzehntelang so getan hat, als gäbe es nur einen Körpertyp. Es gibt ihn nicht. Männer mit Format gibt es überall, und die verdienen Schals, die passen.

Episode 1: Der zu kurze Schal, der nicht zweimal gewickelt werden will

Das war vor ein paar Wochen. Ich wollte raus, Spaziergang an der Küste, Wind kam von Nordwest, richtig frisch. Ich nehme meinen Lieblingsschal — nen netten, dunkelblauen, den ich mir vor Jahren mal gekauft hab, als ich noch dachte, ein Schal sei ein Schal. Ich leg ihn um, wickel einmal, will zweimal wickeln, und da passiert das, was ich inzwischen kennst: die Enden sind zu kurz. Ich steh da, versuche den Schal rumzuknoten, die Enden fliegen mir ins Gesicht, der Wind pustet, und nach dreißig Sekunden bin ich genervter als ohne Schal.

„Reicht der nicht mal für ne zweite Wicklung?“, hab ich mich gefragt. Nein. Tat er nicht. Gemessen: 155 cm. Klingt nach was, ist aber nix, wenn dein Hals mehr Umfang hat als der Durchschnittsmann. Einmal wickeln, die Enden baumeln, und da wo der Wind reinkommt — genau zwischen den Enden — ist der Hals nackt. Kalt. Ungeschützt.

Da hab ich gemerkt: Ab 180 cm Länge fängt ein Schal an, für kräftige Männer zu funktionieren. Da hast du genug Stoff, um zweimal um den Hals zu kommen, und die Enden liegen dann vorne ordentlich auf der Brust, nicht irgendwo am Kinn. Ab 200 cm wird es dann richtig entspannt. Da kannst du sogar nochmal stilvoll drapieren, ohne dass dir der Stoff ausgeht.

Seitdem hab ich mir angewöhnt, beim Schal-Kauf erstmal nach der Länge zu schauen, nicht nach der Farbe. Farbe ist zweitrangig. Länge ist alles. Wenn der Schal nicht zweimal wickelbar ist, ist er für mich kein Schal. Da ist er ein Halstuch für schmale Typen, mehr nicht.

Episode 2: kratzige Schurwolle am Kinn

Kurze Zeit später. Ich hab mir nen klassischen Wollschal geliehen, schön kariert, richtig „Herbstwandlung“-Feeling, so wie man sich das vorstellt. Schurwolle, traditionell, robust. Ich zieh ihn an, lauf raus, und nach zehn Minuten brennt mir das Kinn. Richtig brennt. Ich fass an, und die Haut fühlt sich an, als hätte sie sich mit Schmirgelpapier angelegt. „Das kann doch nicht sein“, denk ich mir, und dann fällt mir ein: Schurwolle ist nicht gleich Schurwolle. Standard-Schurwolle kratzt. Merino kratzt deutlich weniger. Kaschmir kratzt kaum. Cashmink kratzt nicht.

Ich hab den Schal dann nach einer halben Stunde abgenommen und gedacht: So einen Schal kann ich nicht tragen. Egal wie schön er aussieht. Wenn er mich nach zehn Minuten auffrisst, ist er nichts wert. Material entscheidet. Und das heißt nicht: immer Kaschmir. Das heißt: weich muss er sein, am besten kratzfrei am nackten Hals.

Mein Test seitdem: Schal anziehen, Kopfbewegung nach links, nach rechts, Kinn an die Brust. Wenn irgendwas kratzt — zurück. Egal wie gut er aussieht. Ein Schal, der kratzt, ist kein Schal, das ist eine Folter. Und kräftige Männer haben oft genug mit Dingen zu kämpfen, die nicht für sie gemacht sind — der Schal muss da nicht auch noch dazugehören.

Die drei weichen Optionen, die ich inzwischen kenn: Merino, Kaschmir, Cashmink. Merino ist die Naturfaser, die am wenigsten kratzt, gut für alle, die Wert auf Naturmaterial legen. Kaschmir ist die Premium-Variante, weicher als Merino, teurer, aber himmlisch am Hals. Cashmink istPolyacryl, ja, aber so weich verarbeitet, dass es am Hals wie Wolle wirkt, nur ohne das Kratzen. Du musst wissen, was dir wichtig ist. Naturfaser oder Weichheit ohne Kratzen — es gibt für beides was.

Episode 3: der Loop-Trick, wenn das Wickeln Mühe macht

Manchmal will ich gar nicht wickeln. Manchmal will ich einfach nur raus, Schal drüber, gehen. Und da kam der Loop-Schal ins Spiel. Schlauchschal nennen die das auch. Du ziehst ihn über den Kopf, fertig. Kein Wickeln, kein Basteln, kein „sitzt er oder sitzt er nicht“. Drüberziehen, und er liegt.

Das war an einem Tag, an dem ich keine Lust hatte, mich mit dem Schal abzugeben. Wind war da, kalt war da, ich wollte nur raus. Ich hab den Loop genommen, drübergezogen, und er saß. Auch an meinem Hals. Weil das dehnbare Fleece sich anpasst, nicht umgekehrt. Der Schal passt sich dem Hals an, nicht der Hals dem Schal. Und das ist ein Unterschied, den du erst dann schätzt, wenn du mal zwanzig Jahre lang Schals probiert hast, die sich nicht an dich angepasst haben, sondern dich an sie.

Besonders praktisch: unter einer dicken Winterjacke mit hohem Kragen. Der Loop sitzt eng genug, dass kein Wind reinkommt, aber nicht so eng, dass er drückt. Und wenn du willst, ziehst du ihn hoch als Gesichtsmaske. Wenn du nicht willst, bleibt er am Hals. Funktion statt Stil. Manchmal ist das genau das, was du brauchst.

Der Loop ist nicht der eleganteste Schal. Aber er ist der ehrlichste. Er sagt: Ich will dich warm halten, nicht schmückend wirken. Und an Tagen, an denen die Küste dir um die Ohren pfeift, ist das genug. Mehr als genug.

Episode 4: der lange Schal, der endlich passt

Irgendwann hab ich dann den Moment gehabt, auf den ich gewartet hab. Ein Schal, der lang genug ist. 200 cm. Ich leg ihn um, wickle zweimal, und die Enden liegen vorne ruhig auf der Brust. Nicht baumelnd, nicht flatternd, sondern ruhig. Ich lauf raus, der Wind kommt, und — nichts. Nichts bewegt sich. Der Schal sitzt. Der Hals ist warm. Die Schultern sind bedeckt. Ich geh spazieren, und zum ersten Mal seit Wochen denk ich nicht über den Schal nach. Er ist einfach da, er macht seinen Job, und ich kann mich auf den Spaziergang konzentrieren.

Das ist der Moment, in dem du merkst: Es geht nicht um den Schal als Modeaccessoire. Es geht um den Schal als Funktionsteil, das dir ermöglicht, dich draußen wohlzufühlen. Und wenn du dich wohlfühlst, gehst du raus. Und wenn du rausgehst, bewegst du dich. Und wenn du dich bewegst, tust du dir etwas Gutes. Der Schal ist kein Detail. Der Schal ist die Voraussetzung.

Ich hab damals 62 Kilo abgenommen — Magen-OP, nicht Diät, nicht Willenskraft. Sport war Begleitung: spazieren, Fahrrad, Schwimmen. Und bei jedem Spaziergang, bei jeder Fahrradtour im Herbst, bei jedem Schwimmbadweg im Winter: Wenn der Hals kalt war, war alles kalt. Wenn der Hals warm war, war der Rest machbar. Der Schal ist kein Luxus. Der Schal ist Basisinfrastruktur.

Meine Schal-Empfehlungen für kräftige Männer

Ok, kommen wir zu den Schals, die ich mir angeschaut habe. Sechs Stück, alle durch den Küstenkerl-Test: lang genug, breit genug, weich genug, wickelbar. Und jeder hat seinen eigenen Charakter. Nicht jeder ist für jeden was, aber jeder hat seine Daseinsberechtigung.

Los geht’s mit dem SMILODOX Arctic. Das ist so der Schal, den ich mir kauf, wenn ich einfach was Brauchbares will, ohne nachzudenken. Extra lang, extra breit, Stretch-Material. Du ziehst ihn an, und er liegt. Nicht edel, nicht Kaschmir, aber er funktioniert. Und das für knapp unter 20 Euro. Wenn du einen Schal suchst, der „einfach geht“, das ist er.

SMILODOX Arctic – Extra langer & breiter Winterschal

SMILODOX Arctic – Extra langer & breiter Winterschal

Extra lang und breit geschnittener Unisex-Schal aus dehnbarem Stretch-Fleece. Liegt komplett um den Hals, passt auch am dickeren Hals problemlos und ist maschinenwaschbar. 4,6 Sterne.

ab 19,99 € €* Zum Produkt bei Amazon *

Dann der Style & Republic XL-Kaschmirschal. Das ist das Premium-Teil in dieser Runde. 52 cm breit, 172 cm lang, 100% Kaschmir. Wenn du mal was Schönes willst — nicht für den Sport, nicht für den Spaziergang im Sturm, sondern für den Abend, für die Stadt, fürs Gefühl von „ich hab mir was gegönnt“ — dann das. Der ist teuer, ja. Aber er kratzt nicht, er ist kuschelig-weich, und er deckt Hals und Schulterpartie komplett ab. Für mich ist das der Schal, den ich anzieh, wenn ich nicht nur warm, sondern auch gut angezogen sein will.

Style & Republic XL-Kaschmirschal (52 x 172 cm)

Style & Republic XL-Kaschmirschal (52 x 172 cm)

100% Kaschmir, 52 cm breit und 172 cm lang. Genug Stoff für Hals und Schulterpartie, kuschelig-weich ohne Kratzen, doppeltes Wickeln am kräftigen Hals möglich. 4,5 Sterne, 152 Bewertungen.

ab 79,00 € €* Zum Produkt bei Amazon *

Der Rotfuchs Wollschal aus Merinowolle ist für mich die ehrliche Naturfaser-Option. Made in Germany, 180 cm lang, 29 cm breit. Extrafeine Merinowolle kratzt nicht, das klassische Karo sieht aus wie „Herbst an der Küste“, und weil er aus Merino ist, kann ich ihn tragen, ohne dass mir das Kinn brennt. Der ist nicht so breit wie der Kaschmir, aber er ist lang genug zum doppelten Wickeln. Und Small-Business-Marke — ich find das schön, wenn man nicht nur bei den Großen kauft.

Rotfuchs Wollschal kariert aus 100% Merinowolle

Rotfuchs Wollschal kariert aus 100% Merinowolle

180 x 29 cm, Made in Germany. Extrafeine Merinowolle kratzt nicht am Hals, klassisches Karo, reicht für doppelte Wicklung. 4,4 Sterne, 128 Bewertungen. Small-Business-Marke.

ab 39,90 € €* Zum Produkt bei Amazon *

Der Lallier Herren-Schal ist so der Bestseller-Schal, den du wahrscheinlich schon mal gesehen hast. 178 cm lang, klassisches Karo, kommt in ner Geschenkbox. Wenn du nicht weißt, was du schenken sollst — das ist der Schal. 4,6 Sterne, über 1.800 Bewertungen, und das bei nem Preis, der unter 25 Euro liegt. Er ist mit 27,9 cm nicht super breit, aber lang genug. Für mich ist das der Schal, den man kauft, wenn man einfach einen braucht, der funktioniert, ohne dass man lange überlegen muss.

Lallier Herren-Schal aus Merinowolle mit Geschenkbox

Lallier Herren-Schal aus Merinowolle mit Geschenkbox

178 x 27,9 cm, klassisches Karo/Tartan, wird in Geschenkbox geliefert. Bestseller mit über 1.800 Bewertungen und 4,6 Sternen — preiswerte Merino-Option, gut als Geschenk.

ab 24,99 € €* Zum Produkt bei Amazon *

Der FRAAS Cashmink-Schal ist mein Lieblings-Problemloser. 200 cm lang, 35 cm breit, und „Cashmink“ istPolyacryl — ja, kein Naturmaterial — aber so weich, dass es am Hals wie Kaschmir wirkt, nur kratzfrei. Oeko-Tex und CO2-neutral zertifiziert, Made in Germany, mit Fransen. Das ist der Schal, den ich jeden Tag tragen kann, ohne Pflegeprobleme, ohne Kratzen, ohne dass die Enden zu kurz sind. 200 cm, das ist ne Ansage. Da wickelst du zweimal, und es ist noch Stoff da.

FRAAS Cashmink-Schal für Herren (35 x 200 cm)

FRAAS Cashmink-Schal für Herren (35 x 200 cm)

200 cm Länge — einer der längsten Schals in dieser Auswahl, ideal zum mehrfachen Wickeln. Cashmink ist weicher als Kaschmir und kratzfrei am Hals, 35 cm breit, Oeko-Tex- und CO2-neutral-zertifiziert, Made in Germany, mit Fransen.

ab 29,90 € €* Zum Produkt bei Amazon *

Zuletzt der Fleece-Loop. Schlauchschal, winddicht, Polyester, dehnbar, 9,99 Euro. Das ist der Schal für die Tage, an denen ich gar nicht wickeln will. Drüberziehen, fertig. Passt sich an, nicht umgekehrt. Ist kein Stil-Statement, ist Funktion. Aber an einem richtig stürmischen Tag an der Küste — da ist Funktion alles. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist, ehrlich gesagt, nicht zu schlagen.

Fleece-Loop/Schlauchschal winddicht für Herren & Damen

Fleece-Loop/Schlauchschal winddicht für Herren & Damen

Loop/Schlauchschal — kein Wickeln nötig, einfach überziehen. Dehnbares Fleece passt sich auch am dickeren Hals an, winddicht, leicht, als Nackenwärmer oder Gesichtsmaske tragbar. Sehr günstiger Preis.

ab 9,99 € €* Zum Produkt bei Amazon *

Vergleich: welcher Schal passt zu dir?

Schals & Halstücher für kräftige Männer im Vergleich

# Bild Produkt Pro Contra Preis Link
1SMILODOX ArcticSMILODOX Arctic+ Extra lang & breit, Stretch, maschinenwaschbar, unisex– Polyester statt Naturfaser, Logo-Stickereiab 19,99 € €*
2Style & Republic XL-KaschmirschalStyle & Republic XL-Kaschmirschal+ 52 cm breit, 172 cm lang, 100% Kaschmir, kratzfrei– Premium-Preis, Handwäsche, nicht für Sportab 79,00 € €*
3Rotfuchs Merinowollschal kariertRotfuchs Merinowollschal kariert+ 180 cm lang, extrafeine Merinowolle, Made in Germany, Small-Business– Nur 29 cm breit, Handwäsche, traditionelle Karo-Optikab 39,90 € €*
4Lallier Herren-Schal MerinoLallier Herren-Schal Merino+ Bestseller, 178 cm lang, Geschenkbox, 4,6 Sterne– 27,9 cm schmal, Handwäsche, omnipräsentes Karoab 24,99 € €*
5FRAAS Cashmink-SchalFRAAS Cashmink-Schal+ 200 cm lang, kratzfrei, Oeko-Tex/CO2-neutral, Made in Germany– Polyacryl (kein Naturmaterial), Handwäscheab 29,90 € €*
6Fleece-Loop winddichtFleece-Loop winddicht+ Drüberziehen statt wickeln, winddicht, dehnbar, sehr günstig– No-Name-Marke, Polyester, eher Funktion als Stilab 9,99 € €*

Der Schal als Selbstbewusstsein

Irgendwann im Herbst, als ich den ersten wirklich passenden Schal gefunden hatte, da ist mir was aufgefallen. Nicht nur, dass mir warm war. Sondern dass ich anders rausgegangen bin. Aufrechter. Entspannter. Nicht so verkrampft, nicht so „hoffentlich klappt das mit dem Schal“. Sondern einfach: raus, gehen, leben.

Und da hab ich gedacht: So ein Schal, das ist nicht nur ein Stück Stoff. Das ist ein Stück Halsfreigabe. Wenn der Hals warm ist, ist der Körper warm. Wenn der Körper warm ist, ist der Kopf frei. Und wenn der Kopf frei ist, dann gehst du raus, dann bewegst du dich, dann lebst du deinen Herbst, statt ihn am Fenster zu verbringen.

Ich hab lange gedacht, ich müsste mich anpassen. An die Schals, die es gibt. An die Größen, die es gibt. An das Sortiment, das jahrzehntelang so getan hat, als gäbe es nur schmale Männer. Aber irgendwann hab ich gemerkt: Nicht ich bin das Problem. Der Schal ist es. Und wenn der Schal nicht passt, dann ist es nicht mein Hals, der zu dick ist. Dann ist es der Schal, der zu kurz ist.

Das ist ne kleine Erkenntnis, aber ne wichtige. Weil sie dich davon befreit, dich selbst zu erklären, wenn etwas nicht passt. Wenn die Jeans nicht geht, bist nicht du zu dick. Die Jeans ist zu eng geschnitten. Wenn der Schal nicht wickelbar ist, ist nicht dein Hals zu kräftig. Der Schal ist zu kurz. Du bist so viel mehr wert als eine Zahl auf der Waage, als ein Halsumfang, als eine Konfektionsgröße. Und es gibt Schals, die das verstanden haben. Du musst sie nur finden.

Ich hab 62 Kilo abgenommen. Magen-OP, nicht Diät, nicht Willenskraft. Sport war Begleitung: spazieren, Fahrrad, Schwimmen. Und bei jedem Schritt draußen, bei jeder Tour, bei jedem Weg zum Schwimmbad — der Hals war die Zone, die am ersten kalt wurde. Wenn der Hals kalt war, war alles kalt. Wenn der Hals warm war, war der Rest machbar. Der Schal ist kein Detail. Der Schal ist die Voraussetzung dafür, dass ich überhaupt rausgegangen bin. Und rausgehen war alles. Rausgehen war der Anfang von jedem Kilo, das weggegangen ist. Nicht der Schal hat das geschafft. Aber der Schal hat es ermöglicht.

An dich, der du das hier liest

Kennst du das? Du stehst morgens vor der Tür, der Wind pfeift, du schnappst dir den Schal, und irgendwie will er nicht. Entweder zu kurz, oder zu kratzig, oder zu schmal, oder einfach nicht für deinen Hals gemacht. Und du gehst trotzdem raus, weil du nicht anders kannst, aber du fühlst dich nicht wohl. Du fühlst dich wie jemand, der sich mit dem begnügt, was der Markt ihm übrig gelassen hat.

Muss nicht sein. Es gibt Schals, die für kräftige Männer gemacht sind. Lange Schals, breite Schals, weiche Schals, dehnbare Schals. Du musst nur wissen, worauf du schauen musst: mindestens 180 cm Länge, ab 25 cm Breite, weiches Material, das nicht kratzt, und genug Stoff, dass er sich an deinen Hals anpasst — nicht umgekehrt.

Wenn du dir einen von den Schals oben holst, hol dir nicht den, der am schönsten aussieht. Hol dir den, der zu deinem Leben passt. Den du jeden Tag tragen kannst. Den du nicht nach fünf Minuten wieder abnimmst, weil er kratzt. Den du nicht verdrehen musst, weil er zu kurz ist. Den, der einfach da ist, wenn du rausgehst. Und dann geh raus. An die Küste, in den Wald, um den Block, egal wohin. Hauptsache, raus.

Und wenn du den richtigen Schal gefunden hast — den, der passt, der warm ist, der nicht kratzt, der sich anpasst — dann schreib mir. Ich will wissen, welcher es war. Ich will wissen, wie er sich anfühlt. Ich will wissen, ob du anders rausgehst als vorher. Weil ich glaub, dass so ein Schal mehr verändert als nur die Temperatur am Hals. Er verändert, wie du dich fühlst, wenn du die Tür aufmachst. Und das ist nicht wenig.

Also: lange Schals, breite Schals, weiche Schals. Such dir deinen. Und dann raus. Der Herbst wartet nicht. Der Wind wartet nicht. Aber er ist weniger schlimm, wenn der Hals warm ist.

P.S. Du bist nicht allein. Nicht mit dem Schal-Problem, nicht mit dem Hals, nicht mit dem Gefühl, dass die Welt so tut, als gäbe es nur einen Körpertyp. Es gibt viele von uns. Und es gibt Schals für uns. Such dir deinen.

* Affiliate-Hinweis: Die mit * markierten Links sind Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich wird es nicht teurer.
KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und vom Autor redaktionell geprüft.

Auch interessant für dich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert